Ordnung mit einer Apothekerkommode

Detailansichten der Apothekerkommode

 

Ein Sprichwort sagt, dass Ordnung das halbe Leben ist. So weit würde ich nicht unbedingt gehen. Mit Sicherheit aber erleichtert sie unseren Alltag. Gerade Gegenstände, die vielleicht selten, aber doch immer wieder gebraucht werden, verschwinden im Haushalt gerne in zahlreichen Schachteln und Schränken. Geschenkband ist ein gutes Beispiel dafür: Ich brauche es nicht jeden Tag, aber früher oder später möchte ich wieder ein kleines Präsent oder ein Geburtstagsgeschenk verpacken. Dann stöberte ich immer durch die ungezählten Kisten und Kartons in den Tiefen diverser Möbelstücke, um die nötigen Utensilien zusammenzutragen. Eine bessere und systematischer Lösung musste her.

 

Die Idee

 

Eine Apothekerkommode mit ihren vielen kleinen Schubladen bot sich an, doch leider kosten geeignete Stücke relativ viel Geld. Nichts lag also näher, als diese selbst zu bauen. Der Anspruch lag dabei selbstverständlich auf der Bezahlbarkeit, aber auch auf der möglichst einfachen Umsetzung des Projekts. Letztlich sollte zum Schluss aber natürlich auch die Optik den eigenen Vorstellung genüge leisten.

 

 

Die Basis der Apothekerkommode

 

Da ich nicht jede einzelne Schublade zusammenbauen wollte, entschied ich mich als Basis einige Mini-Kommoden eines skandinavischen Möbelhauses zu nutzen. Diese robusten, aus MDF gefertigten Kleinmöbel waren stabil genug und annehmbar preiswert, um als Grundlage für das Projekt zu dienen. Ein weiterer, definitiver Vorteil meiner Wahl war auch, dass das schwedische Kleinmöbelstück über drei verschiedene Größen an Schubladen verfügt. Einer späteren Ordnung mit unterschiedlich platzintensiven Inhalten sollte dies entgegenkommen.
Aus nur fünf einzelnen Brettern baute ich nun eine passgenaue Rahmenkonstruktion, um gleich vier der erstandenen Mini-Kommoden übereinander stapeln zu können. Zusammengefügt erreichte alles auch die erwünschte Stabilität. Sicherlich hätte man dieses Möbelstück nun bereits in Benutzung nehmen können. Dies hätte jedoch einen schmucklosen und lieblosen Eindruck erweckt, und auch nicht der gewünschten Optik entsprochen.

 

 

Das Beizen

 

Der erste Schritt zu einem schöneren Aussehen war das Beizen des Holzes. Das ausgesprochen helle Fichtenholz wirkte nämlich deutlich zu neuwertig für meinen Geschmack. Viel lieber sollte es doch den Eindruck erwecken, als wäre es zumindest schon einige Jahre durch Sonneneinstrahlung nachgedunkelt. Mit einer selbst angemischten Beize wurde die Kommode darum zweimal abgerieben. Innerhalb von wenigen Tagen dunkelte sie dann auch wie gewollt deutlich ab.

 

 

Die Schubladen

Nun widmete ich mich den einzelnen Schubladen. Ein Griff war mir bei diesen lieber als die einfache Aussparung zum Herausziehen. Ich habe sie darum herumgedreht und kleine Knöpfe in Messingoptik an ihnen befestigt. Dies war deutlich stilvoller als seinen Finger in eine Aussparung zu stecken.
Da das ursprüngliche Ziel eine bessere Ordnung war, wollte ich im nächsten Schritt auch konsequent sein. Über den Knöpfen brachte ich darum Schilderhalterungen an. Hier wählte ich selbstverständlich ebenfalls eine Messingoptik für ein stimmiges Gesamtbild. Nun konnten mit einem Etikettendrucker zum Inhalt passende Beschriftungen an jeder Schublade angebracht werden.

 

Eine Schublade der Apothekerkommode

 

 

Die Fertigstellung der Apothekerkommode

 

Zu guter Letzt gönnte ich meinem neuen Möbelstück noch Eckenschützer in der durchgängig eingehaltenen Optik. Ich war zufrieden. Mit einigen freien Schubladen fanden sich dann auch schnell neue Dinge, welche man dort gerne aufbewahren wollte. Das Praktischste aber ist der Umstand, dass sich die Schilder zum einfachen Auffinden eines Inhalts einer Schublade ohne jeglichen Aufwand austauschen lassen. So ist jederzeit ein Wechsel des Inhalts inklusive der dazu passenden Beschriftung möglich.

 

Detailansicht der Apothekerkommode

 

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