Kürbiskerne einfach selber rösten

geröstete Kürbiskerne in einer Schale

Ich liebe den Herbst, denn dann ist Kürbissaison. Was man mit Kürbissen alles machen kann! Man kann sie kochen, backen, dünsten oder pürieren, zu Marmelade, Mus, Chutney oder Suppe verarbeiten. Alles ist möglich.So vielseitig wie sie sind, so schmackhaft sind diese Beeren auch. Ja richtig, botanisch gesehen sind Kürbisse Beeren. Aufgrund ihrer dicken Schale sind sie sogenannte Panzerbeeren, und zudem auch eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt.
Eines hat mich in der Vergangenheit jedoch immer gestört: Rund die Hälfte eines jeden Kürbis landete immer in Form von Kernen und anderen Resten in der Abfalltonne. Dieser Verschwendung wollte ich Einhalt gebieten, zumal geröstete Kürbiskerne sonst für teures Geld käuflich zu erwerben sind.

 

 

Die Vorbereitung der Kürbiskerne

 

Ich habe mich für die Kerne eines Hokkaido entschieden, denn nicht alle Kürbiskerne schmecken gleich. Die des Butternut zum Beispiel trafen meinen persönlichen Geschmack eher weniger. Hier ist natürlich Ausprobieren gefragt, um die eigenen Vorlieben zu finden. Wichtig ist nur, keinesfalls die eines Zierkürbis zu verwenden, da deren Kerne giftig sind.
Zunächst muss man die Kerne säubern. Für eine erste, grobe Reinigung trennt man sie von übrigen Faserresten mit den Händen. In einer Schüssel voller Wasser werden die Kerne dann durchgespült. Nun sollten sie bereits weitestgehend faserfrei sein. Wieder kommen sie nun in eine Schüssel voller Wasser, diesmal jedoch soll dieses stark gesalzen sein. In dieser Salzlake bleiben sie nun möglichst über Nacht zum Einweichen stehen. Die Kerne werden dann am nächsten Tag einfach mit einem Küchenhandtuch abgetrocknet. Küchenpapier sollte dabei allerdings niemals verwendet werden, denn dieses würde nur an den feuchten Kernen kleben bleiben.

 

Kürbiskerne in einer Schale mit Salzlakegesäuberte Kürbiskerne

 

 

Das Rösten der Kürbiskerne

 

Schließlich kann man die Kürbiskerne jetzt rösten. Hierzu wird einfach etwas Öl in eine Pfanne gegeben, und die Kerne werden bei hoher Temperatur darin geschwenkt. Zusätzliches Salz ist ein Muss, doch ein weiteres Würzen mit Pfeffer oder anderen Gewürzen kann ganz nach Belieben erfolgen. Schon nach wenigen Minuten zeigen die Kerne eine goldbraune Farbe und tanzen lautstark wie Popkorn in der Pfanne herum.
Sie sind nun fertig. Mit etwas Übung gelingt es leicht die Schale zu entfernen, um an die leckeren Samen zu gelangen. Diese kann aber auch einfach mitgegessen werden. Zwar ist sie beim Hokkaido recht dick, doch durch den leichten Ölfilm haftet das Salz gut daran, und sie schmecken mit Schale ebenso gut wie ohne. Bon Appetit!

 

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